Schwerpunkte

Paarberatung/-therapie »

Liebesbeziehungen und Familie sind bedeutende Aspekte des Lebens.
Wir benötigen sie für Geborgenheit, Loyalität, sinnhafte Lebenszeitgestaltung, Befriedigung unserer sinnlichen Bedürfnisse. Sie sind Kraftquellen, können aber auch Kraft zehren, durch anhaltende Probleme und Konflikte manchmal die Ursache für leidvolles Gegeneinander statt Miteinander Sein.
Wie Paare mit einander umgehen und das Muster, wie sie ihre Beziehung gestalten, hängen mit mehreren Faktoren zusammen:

  • mit der individuellen Geschichte der Beteiligten,
  • der gemeinsamen Geschichte, die sie als Paar zurückgelegt haben und den
  • Erfahrungen und Erlebnissen, die sie in ihrer jeweiligen Herkunftsfamilie gemacht haben.

Beziehungsthemen aus der eigenen Herkunft spiegeln sich nicht selten in der gegenwärtigen Beziehung und wiederholen Erfahrungen, die eigentlich nicht mehr gemacht werden möchten.

Die gesellschaftliche Situation bezüglich „Beziehungen“ hat sich darüber hinaus in den letzten Jahrzehnten verändert. Normvorgaben, wie er oder sie sich zu verhalten hat, sind aufgeweicht.
Paare müssen zunehmend Liebe und Ehe gestalten lernen, so wie es von den beteiligten Parteien gewünscht wird. Diese Individualisierung im privaten Lebensraum führt nicht selten zu Konflikten.
Z.B. können die Pole von Bindung und Freiheit manchmal nicht zur Zufriedenheit ausbalanciert werden.
Kommunikation darüber will gelernt sein. Hier heißt es neue Spielräume zu entdecken.

In der Paarberatung wird die emotionale Beziehung der Partner zueinander sichtbar und damit für die Bearbeitung zugänglich gemacht. Das Paar erhält Einblick in seine Bedürfnisse und Ängste, Entscheidungsschwierigkeiten, Ausweichstrategien und unbefriedigenden Kompromisse.

Während dieses Prozesses werden die Problemsituationen, die das Paar zur Therapie gedrängt haben, aufgearbeitet und neue Perspektiven für die Beteiligten entdeckt.
In einer strukturierten, Mut machenden Begleitung können Wandlungen bezüglich des Umgangs mit Nähe und Distanz, Wut und Wünsche, Selbstverantwortung und eine emotionale Weiterentwicklung der Partner erprobt werden.

Eine Paarsitzung dauert 90- 120 Minuten

Burn Out »

Ich bin ausgebrannt wird so manches Mal leicht dahin gesagt. Burn Out ist aber ein ernst zu nehmender Erschöpfungszustand, der häufig alle Kraft, Engagement und Lebensfreude raubt.
Dabei handelt es sich zumeist um einen langsamen Prozess, der oft vom Betroffenen nicht bemerkt wird. Nicht nur Menschen in therapeutischen und sozialen Berufen sind betroffen, sondern zunehmend alle Berufsgruppen, nicht zu vergessen die Familienfrauen. Burnout ist ein Reaktionssyndrom, das verschiedentlich auch mit unerklärlichen körperlichen Symptomen einhergeht, beinahe immer mit einer emotionalen und geistigen Erschöpfung. Der Betroffene kann Anforderungen kaum noch ausgleichen. Es kommt zum Dauerstress und womöglich zum Zusammenbruch.
Die Fähigkeit zu einer work-life-balance muss neu erarbeitet werden. Dazu gehört es, die systemischen Bedingungen, die zum Burn Out geführt haben, zu beleuchten und die inneren eigenen Ausgangsbedingungen für dauerhafte Überforderung aufzudecken.
Einer Burnout Erkrankung kann man vorbeugen.
Burnout-Prophylaxe lehrt:

  • Selbstfürsorglichkeit,
  • Achtsame Wahrnehmung des eigenen Körper und seiner Signale,
  • Pflege von Beziehungen,
  • Bewusster Umgang mit der gegenwärtigen Lebensphase,
  • Entdecken der eigenen Ressourcen,
  • Freude an einem guten sinnhaften Leben entwickeln

Verluste/Trennung/Trauer »

Wer den Wunsch verspürt, sich bei erlittenen Schädigungen (durch Trennung, Tod oder anderweitige Verluste durch Krankheit u.ä.) Unterstützung zu holen, muss nicht gleich an einem „Trauersyndrom“ zu leiden.

Manchmal können die Menschen, die dem Betroffenen nahe stehen, nicht richtig mit der Situation umgehen, oder ihre Bereitschaft, sich über den erlittenen Verlust mit ihm/ihr weiter zu befassen, ist an eine Grenze gekommen.

Bei Verlust durch Tod ist bei den meisten Menschen das Bedürfnis, über den Verstorbenen und dessen Umstände des Versterbens zu sprechen, länger vorhanden als das „soziale Verfallsdatum“ für Trauergespräche erlaubt.

Der Trauerprozess ist häufig mit Gefühlen und Gedanken verbunden, die erschrecken, nicht nur die Angehörigen, sondern auch den Trauernden selbst. Kaum erklärt jemand, dass es normal ist, wenn einige Phänomene den Alltag erschweren:

  • Konzentrationslosigkeit,
  • Vergesslichkeit,
  • Appetit- und Schlaflosigkeit oder das Gegenteil davon,
  • Schwere und unendliche Müdigkeit,
  • Auch das Bedürfnis dem geliebten Menschen nach sterben zu wollen
  • Gespräche mit dem Verstorbenen führen,
  • Lachen und Heiterkeit angesichts des Entsetzlichsten,
  • Den Verstorbenen nicht verlieren zu wollen,

um nur einige zu nennen.

Neben all dem bleiben häufig Fragen unbeantwortet, und auch ungelöste Konflikte mit dem Verstorbenen benötigen die Auseinandersetzung des Trauernden.

Verluste von Angehörigen und Freunden  werfen einen Kreis an Fragen auf, die bearbeitet werden wollen. Sie bedeuten eine Herausforderung für den Trauernden. Wie will er/sie zukünftig mit Tod und Sterblichkeit, aber auch mit Chance und Neubeginn  und emotionalem Wachstum umgehen?

Die alten Phasenmodelle des Trauerns sind obsolet geworden, jeder Trauerprozess ist individuell und verläuft auf ganz einmalige Weise.

Meine therapeutische Begleitung will über den Weg der Wertschätzung des Trauerprozesses und der haltgebenden Unterstützung des Trauernden helfen, diesen eigenen Weg zu finden.

Ein neuer Weg der Trauerbewältigung: IADC

Was ist IADC ?

Es gibt die Möglichkeit einer Begegnung mit Verstorbenen mit Hilfe einer abgewandelten Technik des EMDR, welche Dr. Allen Botkin entwickelt hat. Bei Konzentration auf den Trauerkern des Klienten konnte er entdecken, dass der Verstorbene vor dem geistigen Auge auftaucht, nachdem die Trauer über Augenbewegungen abgeschmolzen ist, die EMDR Technik aber weitergeführt wird. In einer solchen Begegnung können ungeklärte Konflikte, Schuld und Angst den Tod des Verstorbenen betreffend, geklärt werden. Dies mit der sofortigen Wirkung der Befreiung von belastenden Gefühlen, welche die Trauerbewältigung erschweren. Es ist dadurch möglich zur inneren Gelöstheit zu gelangen und einer befreiteren Trauer, weil Ungeklärtes ausgeräumt wird und der Klient  i m m e r  sehen kann, dass es dem Verstorbenen gut geht, dass Liebe und Versöhnung vorherrschen.

Die Klärung, ob es sich dabei um ein geniales Heilungsprogramm des Gehirns handelt oder  um eine reale spirituelle Situation, will Botkin der wissenschaftlichen Forschung überlassen. Als hilfreichen Weg Trauer zu bewältigen habe ich diesen Weg in meine therapeutische Arbeit aufgenommen.

Diese Begleitung gilt besonders für Betroffene, die durch den Verlust so erschüttert sind, dass sie ihr normales Leben nicht weiterführen können.

IACD (Kurzhinweis)

Ungelöste Konflikte, Wut, Schuld und Angst dem Verstorbenen gegenüber können zu einem erschwerten Trauerprozess führen. “Introduced after death communication” (IADC)  macht es möglich, auch nach dem Versterben eines geliebten Menschen mit diesem Ungeklärtes zu besprechen und aufzuklären. Dr. Allen Botkin hat über die Modifizierung der Methode EMDR eine therapeutische Erfahrung möglich gemacht, die zu einer großen Erleichterung für den Trauernden führt und die Verarbeitung  des Verlustes in einen neuen positiven Fluss bringt. (mehr: vgl. Dr. Allen Botkin/Hogan, Craig (2009): Zwischen Trauer und Versöhnung, Kirchzarten VAK)

 

 

Missbrauch »

Wer Missbrauch erlebt hat, benötigt in einer therapeutischen Begleitung stabilisierende Erfahrungen.

Häufig sind soziale Beziehungen belastet, psychische und physische Gesundheit in einem unbefriedigenden Zustand, und auch die materielle Lebenslage ist manchmal bedroht.

Um in diesen Bereichen mehr Sicherheit aufzubauen und die eigenen Handlungsfähigkeit zu verbessern,  braucht es eine therapeutische Begleitung, die Halt, Unterstützung, Vertrauen und Schutz bietet.

Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist das Verstehen Lernen der Klientin, dass ihr Überlebensmuster, das sie bis dato entwickelt hat, eine organismische Anpassungsleistung auf eine erlebte existenzielle Bedrohung ist und eine entsprechende Würdigung erfahren darf. Dort, wo das Überlebensmuster in der Gegenwart nicht mehr ausreicht, um ein Leben nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten, gilt es, Alternativen zu entwickeln.

Je nach psychischer und sozialer Ausgangslage, und sofern es der Wunsch der Klientin ist, kann die stabilisierende Unterstützung in der Trauma Begleitung durch eine dosierte Bearbeitung des Traumas erweitert werden.

Erprobte therapeutische Techniken wirken in diesem Prozess unterstützend (u.a. Achtsamkeitsübungen, heilende Imaginationen und das Einüben von Überflutungsstops).