Portrait

lili_neumannZur Person

Prof. Dr. Lilli Neumann
Integrative Atemtherapeutin
Psychotherapie (HPG)
Lehrtherapeutin Theater-/Dramatherapie

Seit 1989 private Praxis für Integrative Atemtherapie und Einzel- und Paarberatung
Seit 1982 dramatherapeutische Gruppenarbeit

Von Beginn meiner Berufstätigkeit an haben mich Fragen beschäftigt zur Persönlichkeits- und Bewusstseinsentwicklung des Einzelnen und welche Rolle der künstlerisch-kreative Eigenausdruck dabei spielen kann. Sehr bald konnte ich feststellen, wie nah die künstlerische Arbeit an die menschliche Seele und Psyche rührt, und ich begann mich für therapeutische Prozesse zu interessieren. Zunächst habe ich in einer gruppentherapeutischen Ausbildung gelernt, das Verhalten der Gruppenmitglieder nicht nur untereinander zu lesen, sondern auch die psychische Ausgangslage der Teilnehmer für ihr Verhalten in einer Gruppe verstehen zu lernen. Die Ausbildung in Integrativer Atemtherapie hat mir in der Folge Zugänge zu tiefen unbewussten Schichten des einzelnen Menschen verschafft, ähnlich wie es in der Kunst möglich ist. Dies hat einerseits dazu geführt, die spielerischen Möglichkeiten der Methoden des Theaters für therapeutische Prozesse zu erforschen (s.u. Leitung von Weiterbildungen in Theatertherapie), andererseits haben mich die therapeutischen Prozesse fasziniert, die durch die Arbeit am Atem möglich sind. In meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Angestellte an der Universität Dortmund habe ich in der Lehre meinen Schwerpunkt auf Individualisierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Beziehung von Mann und Frau gelegt, Liebe, Verliebtheit und Beziehungsverhalten untersucht und  die unterschiedlichen Erziehungswege der Geschlechter sowie die darin verborgenen Konflikte für Partnerschaften aufgespürt. Dies hat schließlich dazu geführt, die Partner- und Eheberatung in meine therapeutische Arbeit aufzunehmen.
Seit 1989 verbinde ich die genannten Methoden in meiner Praxis für Einzel- und Paarberatung und Atempsychotherapie.
Immer wieder werde ich in meiner Arbeit berührt von dem, was Menschen zu bewältigen vermögen und wie viel Kreativität sie für ihre Wandlungs- und Gestaltungsprozesse am eigenen Selbst entwickeln können.

Aus- und Fortbildungen:
Gruppentherapeutische Ausbildung (R. Schlanstein, Essen)
Ausbildung in Integrativer Atemtherapie ((T. Plateel-Deur/H. Mensink, Düsseldorf/Epe NL)
Einjährige Fortbildung „Theorie und Praxis der therapeutischen Begleitung bei sexuell traumatisierten Klientinnen“( J. Rothen, Rotterdam/NL)
Diverse Fortbildungen , u.a.

  • IADC (introduced after death communication)
  • Voice dialogue/Ego State Therapie
  • Narrative Expositionstherapie
  • Akzeptanz-und Commitmenttherapie

Lehrtherapeutin Kunsttherapie, Schwerpunkt Drama- und Theatertherapie:
Leitung einer 4jährigen Weiterbildung an der Kölner Schule für Kunsttherapie/DGKT 1991 -1995
Leitung einer 3jährigen Weiterbildung 2005-2008 an der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Theatertherapie/DGfT)

Lehrerin für Bildende Kunst und Germanistik/Schwerpunkt Darstellendes Spiel, 1./2. Staatsexamen, 1968 -1972
Freie künstlerische Arbeit und Lehrtätigkeit an verschiedenen Einrichtungen und Hochschulen (z.B. Kunstakademie Düsseldorf, Akademie Remscheid, Altenakademie, UniDo u.a.) 1972 – 1982
Studium der Soziologie und Erziehungswissenschaften, Promotion 1981
Wiss. Angestellte an der Universität Dortmund, Fach Soziologie, 1982 – 1996,
Professorin Theatertherapie-/Theaterpädagogik/- Kunstpädagogik (1996-2012), Fachhochschule Dortmund.

 

Vorträge/ Veröffentlichungen/ Workshops

Vorträge

an verschiedenen Institutionen, z.B. TU Do, FH Do, Akademie Remscheid, Altenakademie Do, Landschaftsverband Rheinland (Auswahl):

Die Sehnsucht nach Authentizität und die Angst vor dem Neuen
Individualisierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Identität der Einzelnen
Kreativität im Alter
Künstlerischer Selbstausdruck und Persönlichkeitsentwicklung
Biografiearbeit und biografischer Selbstausdruck mit künstlerischen Medien
Künstlerisches Handeln als Selbstwert fördernde Ressource für Frauen
Konfliktlösung im Spiel am Beispiel des Forum Theaters

 

Workshops:

(Dramatherapeutische) Selbsterfahrungsgruppe
Biografisches Theater
Atem und Bewegung

 

Veröffentlichungen (Auswahl):

Spielend leben lernen, Berlin 2008, Hrsg., Mitherausgeberinnen: B. Stoltenhoff-Erdmann, D. Müller-Weith.
Theater Therapie, Paderborn 2002, Hrsg., s.o.